Spezialsprechstunde Interstitielle Cystitis

Urologie

Direktor:
Prof. Dr. med. Bernd Wullich
Sprechzeiten: Donnerstags von 13.30 bis 16.00 Uhr
Ort: Urologische Hochschulambulanz des Universitätsklinikums Erlangen, Krankenhausstraße 12, 91054 Erlangen
Terminvereinbarung: Sekretariat der Urologischen Hochschulambulanz: Frau Marion Ehrenforth, Frau Evelina Del Popolo, Frau Claudia Brütting, Telefon: 09131 85-33683

Interstitielle Zystitis/Chronisches Schmerzsyndrom der Harnblase

Was ist das?

Bei der interstitiellen Cystitis handelt es sich um eine chronische Entzündung der Harnblase, ohne Nachweis einer bakteriellen Infektion.
Das typische Beschwerdebild setzt sich zusammen aus starkem Harndrang, einem häufigen Wasser lassen tagsüber und nachts sowie chronischen Schmerzen im Bereich der Blase, der Harnröhre, der Scheide, des Beckens oder des Dammes. Auch der Geschlechtsverkehr kann schmerzhaft sein. Die meist krampfartigen Schmerzen verstärken sich häufig mit zunehmender Blasenfüllung und bessern sich teilweise wieder nach Entleerung der Harnblase. Die Symptome werden vor allem bei fortgeschrittener Erkrankung von den Betroffenen als sehr quälend empfunden und gehen mit einer massiven Einschränkung der Lebensqualität einher.
Die genauen Ursachen der chronischen Cystitis sind noch ungeklärt. Neben immunologischen und infektiösen Ursachen wird auch eine erhöhte Durchlässigkeit der Blasenschleimhaut für toxische Substanzen diskutiert.

Welche Untersuchungen sind notwendig?

Da eine Vielzahl anderer urologischer Krankheitsbilder mit einer ähnlichen Symptomatik einhergehen können, sind verschiedene Untersuchungen notwendig um andere Ursachen der Beschwerden auszuschließen.
Neben einer ausführlichen Befragung des Patienten und der Erstellung eines Miktionstagebuches stehen die körperliche Untersuchung, die Sonographie des Harntraktes (Nieren, Blase) sowie eine Untersuchung des Urins an erster Stelle. In der Folge schließen sich eine Harnstrahlmessung, eine Blasendruckmessung, eine Röntgenuntersuchung der Harnblase sowie eine Blasenspiegelung an. Diese erfolgt in Narkose, da hierbei auch eine Probeentnahme aus der Harnblase erfolgt.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Je nach Beschwerdebild und Verlauf der Erkrankung existieren eine Vielzahl verschiedener Therapiemöglichkeiten.
Neben medikamentösen Therapieansätzen bei denen die Medikamente entweder oral eingenommen oder über einen Katheter direkt in die Blase instilliert werden existieren auch operative (z.B. Laserung der entzündeten Blasenschleimhaut oder Blasenentfernung/-teilentfernung) und physikalische Therapieformen (z.B. Blasendehnung, Blasentraining, Akupunktur). Je nach Schwere des Krankheitsbildes und Ansprechen auf die verschiedenen Therapieformen wird der Arzt ein individuelles Therapieschema zusammen mit dem Patienten festlegen. Da die Erkrankung sehr schwierig zu behandeln ist, erfordert es von Seiten des Patienten ein großes Maß an Geduld und Mitarbeit bis ein optimales Behandlungsergebnis erzielt wird.

Was können Sie selbst zur Beschwerdelinderung tun?

Um den quälenden Harndrang zu bessern oder zumindest nicht zu verschlimmern sollten Sie Nahrungsmittel, die die Blase zusätzlich reizen, vermeiden. Hierzu zählen neben koffeinhaltigen Getränken (Tee, Kaffee, etc.) auch Säure bildende Nahrungsmittel (Zitrusfrüchte, Weißwein etc.) sowie verschiedene Gewürze. Des Weiteren wirken sich Gewichtsreduktion, der Verzicht auf Nikotin und die Vermeidung von Kälteexposition positiv auf die Blase aus.
Weitere Informationen und Ratschläge finden Sie auch unter der Webseite der Interstitial Cystitis Association Deutschland (ICA) www.ica-ev.de

Sprechstunde/Terminvereinbarung

Die Sprechstunde findet in der urologischen Ambulanz im 1. Stock der Chirurgischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen statt. Ein Termin kann mit dem Sekretariat der urologischen Ambulanz unter der Nummer 09131 85-33683 (Ansprechpartner Frau Ehrenforth) vereinbart werden.

Was sollten sie zur erstmaligen Vorstellung mitbringen?

Neben einer Liste der Medikamente die Sie eventuell regelmäßig einnehmen bitten wir Sie auch eine Liste der Vorerkrankungen und Voroperationen mitzubringen. Des Weiteren benötigen wir erhobene Vorbefunde wenn sie bereits einen Arzt bezüglich ihrer Blasenbeschwerden aufgesucht haben um Doppeluntersuchungen zu vermeiden.

Ein wichtiger Bestandteil der Diagnostik der interstitiellen Cystitis ist das so genannte Miktions- und Trinkprotokoll. Hierbei sollten sie wenn möglich über 3-5 Tage die tägliche Trinkmenge, die Art des Getränkes, die Anzahl der Toilettengänge mit Messung der jeweiligen Urinmenge als auch eventuelle Inkontinenzepisoden (unwillkürlichen Harnverlust) aufschreiben. 

 
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91054 Erlangen

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Telefon: 09131 85-33683, -33282, -42295
Fax: 09131 85-34851

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Östliche Stadtmauerstraße 27 (Chirurgisches Zentrum)
Telefon: 09131 85-37062
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Telefon: 09131 822-3178
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