Niere und Harnleiter

Urologie

Direktor:
Prof. Dr. med. Bernd Wullich

Niere und Harnleiter

Die meisten Nierenoperationen können heute minimal-invasiv laparoskopisch durchgeführt werden. Gerade in der Nierenchirurgie sind die Vorteile der Schlüssellochchirurgie evident. Sie drängt die konventionelle Schnittoperation immer weiter in den Hintergrund.
Die Vorteile liegen in der Genauigkeit der Operation - die Kamera ermöglicht eine stark vergrößerte und genauere Darstellung der Organe - sowie der Vermeidung einer großen Wunde, bei der bis zu sieben (!) Muskelgruppen durchtrennt werden. So liegt unter anderem der postoperative Schmerzmittelverbrauch der laparoskopisch operierten Patienten deutlich niedriger als der bei Patienten mit Flankenschnitt. Auch kann der Krankenhausaufenthalt bis auf vier Tage verkürzt werden. Die Patienten sind ferner schneller wieder voll belastbar und arbeitsfähig.

Laparoskopische radikale Tumornephrektomie:

In unserer Klinik führen wir vor allem aufgrund des räumlichen Vorteils - das Operationsteam hat auch bei großen Tumoren ausreichend Platz und Bewegungsfreiheit - die laparoskopischen Entfernungen der tumorbefalllenen Niere transperitoneal, das heisst im mit CO2 Gas prall gefüllten Bauchraum des Patienten durch.

Auch hier werden lediglich drei oder vier kugelschreiberdicke Hülsen (Trokare) in den Bauchraum eingeführt. Über diese lassen sich alle erforderlichen chirurgischen Instrumente und eine Kamera einbringen.

Die derzeit vorhandenen Daten zeigen, dass die laparoskopische Tumornephrektomie ein onkologisch sicheres und effektives Verfahren darstellt. Die Vorteile dieser Operation bezüglich der postoperativen Lebensqualität sind derart überzeugend, dass sich die laparoskopische Tumornephrektomie in qualifizierten Zentren zur Methode der Wahl in der Therapie von Nierentumoren auch über 10 cm (!) Größe durchgesetzt hat.
Auch die Europäische Gesellschaft für Urologie hat dem mittlerweile Rechnung getragen und die laparoskoische Entfernung der tumorbefallenen Niere -auch bei großen Tumoren - zum Goldstandard erhoben

Laparoskopische radikale Nephroureterektomie:

Die laparoskopische Nephroureterektomie bei Harnleitertumoren und Nierenbeckentumoren ist eine ideale Indikation für die Schlüssellochchirurgie. Wegen des noch größeren Schnitts bzw. der Notwendigkeit von sogar zwei Schnitten (Flankenschnit plus Schnitt im unteren Bauchraum) ist in unseren Augen der Vorteil für die Patienten hinsichtlich schnellerer postoperativer Erholung noch offensichtlicher als bei der "einfachen" Tumornephrektomie.

Technisch ähneln sich beide Operationsverfahren. Die Niere wird analog der Technik der laparoskopischen Tumornephrektomie von den großen Gefäßen getrennt und dann allseits aus ihrem "Bett" befreit, allerdings muss im Rahmen der Nephroureterektomie neben der Niere auch der gesamte Harnleiter inklusive einer kleinen "Harnblasenmanschette" en bloc entfernt werden. Anstelle einer Harnblasenmanschette kann alternativ zum Beginn der Operation die Harnleitermündung endoskopisch - das heisst durch die Harnröhre - mit einem speziellen Instrumentarium reseziert werden.

Laparoskopische Nierenteilresektion:

Der Trend in der Nierentumorchirurgie von kleinen Nierentumoren geht eindeutig zum Organerhalt. In unseren Augen bieten sich Tumore bis 4 cm an der Nierenperipherie als ideale Indikation für die laparoskopische Nierenteilresektion an. Auch größere, an der Aussenseite der Niere gelegene ("exophytische") Tumore können grundsätzlich laparoskopisch entfernt werden. Die kritische Phase der Operation stellt die eigentliche Tumorresektion da. Hier müssen meistens für einen gewissen Zeitraum die Nierengefäße abgeklemmt werden, um stärkere Blutungen zu vermeiden (Ischämie). Diese Ischämiezeit sollte generell nicht länger als 30 Minuten dauern. Der Zeitaufwand, um kleinere Gefäße nach erfolgter Tumorresektion im Tumorbett der verbliebenen Niere zu umstechen oder Teile des eröffneten Nierenbeckens zu übernähen, ist mit der schlüssellochchirurgischen Technik aber höher als mit der klassischen offenen Schnittoperation. Somit muß durch das Operationsteam individuell abgewägt werden, ob im Falle eines Organerhalts die laparoskopische Technik oder das offene Schnittoperation zum Einsatz kommt.

 
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