EERPE beim Prostatakarzinom

Urologie

Direktor:
Prof. Dr. med. Bernd Wullich

Laparoskopie bei Prostatakrebs: Endoskopisch-extraperitoneale radikale Prostatektomie (EERPE)

Die Therapie der Wahl bei einem lokal begrenzten Prostatakarzinom stellt nach wie vor die vollständige Entfernung der Prostata einschließlich der Samenbläschen dar. Dieser Eingriff gehört zu den häufigsten tumorchirurgischen Operationen in der Urologie. Dabei wird die klassische Schnittoperation immer mehr durch laparoskopische Techniken verdrängt. In unserer Abteilung führen wir die "endoskopisch-extraperitoneale radikale Prostatektomie" (EERPE) durch, bei der der Zugang zur karzinombefallenen Prostata bewusst ohne Eröffnung des Bauchfells erfolgt. Die Operation imitiert im Grunde genommen exakt die Technik der klasischen Schnittoperation - der „retropubisch deszendierenden radikalen Prostatektomie - , jedoch erlaubt die enorme Vergrößerung durch die Kamera ein besseres Erkennen der Strukturen bei gleichzeitiger Schonung der Bauchwandmuskulatur. Die nervschonende (nsEERPE) ist eine vor allem durch die Universität Leipzig verfeinerte, weiterentwickelte Technik der EERPE. Die überzeugenden Operationsergebnisse der EERPE haben dazu geführt, dass das Verfahren von zahlreichen namhaften deutschen und europäischen Zentren übernommen wurde. In vielen Zentren hat die EERPE die offene Schnittoperation zur Therapie des Prostatakarzinoms bereits komplett abgelöst.

Wie funktioniert die EERPE?

Knapp unterhalb des Bauchnabels werden fünf kleine Schnitte (5 bis 12 mm) etwa halbkreisförmig angeordnet. Durch diese Schnitte leiten so genannte Trokare (Einführhilfen) die mikrochirurgischen Instrumente in das Operationsgebiet. Das Operationsfeld wurde zuvor über einen speziellen Ballon ohne Eröffnung des Bauchfells im männlichen Becken etabliert. In diesem "künstlich geschaffenen" Hohlraum werden dann die Instrumente eingeführt. Jeweils zwei Instrumente werden vom Operateur bzw. ersten Assistenten bedient. Der zweite Assistent führt die Kamera. Zu Beginn der Operation wird die Prostata zunächst vorsichtig freigelegt, dann wird sie von der Harnblase, möglichst unter Belassen des Harnblasenhalses, abpräpariert. Anschließend werden die Samenbläschen aus ihrer Umgebung befreit. Dann erfolgt die Durchtrennung der so genannten Prostatapfeiler, über die die Hauptblutzufuhr zur Prostata führt. Im Falle eines Erhalts des Gefäß-Nervenbündels wird dieses jetzt subtil von der Prostata abgelöst. Da stets mit einem Überdruck im Becken operiert wird, ist der Blutverlust auch bei der nerve sparing EERPE gering und die Sicht durch eine 10-fache Vergrößerung gerade in dieser Operationsphase hervorragend. Nachdem das Gefäß-Nervenbündel von der Prostata separiert wurde, wird die Prostata vom Harnröhrenstumpf abgelöst, wobei auf maximale Schonung des Schließmuskels geachtet wird. Dann kann die Prostata in einem Bergebeutel untergebracht werden. Ein technisch anspruchsvoller Teil der Operation ist die Wiederherstellung der Kontinuität der Harnröhre zur Harnblase. Dieses geschieht durch 9-10 einzelne Nähte, welche unter Sicht durchgeführt wird und eine wasserdichte Anastomose ermöglicht. Am 6. postoperativen Tag wird die Anastomose mittels Kontrastmittelröntgen kontrolliert und der intraoperativ eingelegte Harnröhrenkatheter entfernt.

Zusammenfassend stellen der minimal-invasive Zugangsweg, die deutlich verbesserte Visualisierung des Operationsfeldes (Kameraoptik, Monitor), eine Reduktion des Blutverlustes während der Operation und eine exakte urethrovesikale Anastomose (neue Verbindung zwischen Harnröhre und Harnblase) die wesentlichen Vorteile der EERPE im Vergleich zur herkömmlichen offenen Operation dar. Es resultieren daraus eine verkürzte Katheterverweildauer und eine schnellere Rekonvaleszenz der Patienten.

 
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