Blasenschule

Urologie

Direktor:
Prof. Dr. med. Bernd Wullich

Erlanger Blasenschule Einnässen - ein Tabu-Thema?

Einnässen ist oft ein Tabuthema für Eltern und Kinder. Bis zum 5. Lebensjahr wird Einnässen noch als normal angesehen. Studien zeigen jedoch, dass in der Altersgruppe der 7-jährigen noch ca. 10% nachts einnässen und ca. 3% tagsüber ungewollt Urin verlieren. Die Kontrolle über die Blase zu erhalten, ist ein Prozess, den Kinder erst erlernen müssen. Man unterscheidet zwischen einem nächtlichen Einnässen - der sogenannten Enuresis - sowie den verschiedenen Formen des Urinverlustes im Tagesverlauf, die als kindliche Harninkontinenz bezeichnet werden. Enuresis und kindliche Harninkontinenz können sowohl allein als auch in Kombination auftreten.

In den vergangenen Jahren hat sich die Urotherapie oder Blasenschule zur Behandlung des Einnässens bewährt.

Unter Urotherapie versteht man eine Verhaltenstherapie, bei der nicht-chirurgische und nicht-medikamentöse Behandlungsstrategien angewandt werden.

Aufgaben der Urotherapie sind:

  • Abbau des emotionalen Stresses, der durch das Einnässen des Kindes in der Familie entsteht
  • Druck von den betroffenen Kindern und Familienmitgliedern zu nehmen
  • Verständnis für den Aufbau und die Funktionen des Harntrakts sowie für eine normale Blasenfunktion zu vermitteln
  • Eine Anleitung zum optimalen Verhalten beim Wasserlassen zu geben
  • Eine Anleitung zur Ernährung (bei begleitender Obstipation)  und Beratung für ein ideales Trinkverhalten zu vermitteln

Für welche Kinder ist die Urotherapie sinnvoll?

Für Mädchen und Jungen ab dem Alter von sieben Jahren, die tagsüber oder nachts einnässen. Wichtig ist dabei, dass sowohl das betroffene Kind als auch die Familie motiviert sind und Maßnahmen zur Verhaltensänderung annehmen und auch durchführen wollen. 

Rufen Sie uns an!

Nehmen Sie zunächst mit unserem Sekretariat unter der Tel.-Nr. (09131- 8533683) Kontakt auf. Sie bekommen dann den Elternfragebogen sowie ein 14-Tage-Protokoll und ein 48-Stunden-Trink- und Miktionsprotokoll zugeschickt. Ihre Angaben helfen uns, für Ihr Kind eine geeignete Kleingruppe zu finden. Und dann folgt:

Der erste Schritt:  Diagnostiktag

Ziel des Diagnostiktages ist, Ihr Kind besser kennenzulernen und die individuellen Probleme Ihres Kindes herauszuarbeiten. Betreut werden Sie und andere betroffene Familien an diesem Tag durch unsere Urotherapeutin und einen Arzt. Hierbei findet zunächst ein Anamnesegespräch mit Ihnen statt. Eine körperliche Untersuchung des Kindes einschließlich einer Ultraschalluntersuchung soll eventuell bestehende körperliche Ursachen des Einnässens ausschließen. Außerdem erfolgen mehrere Harnstrahlmessungen, um das Miktionsverhalten Ihres Kindes zu beobachten. Die Besprechung der Untersuchungsergebnisse findet am Ende des Diagnostiktages zusammen mit einem Arzt der Kinderurologie statt. 

Was muss ich am Diagnostiktag mitbringen?

  • Einweisungsschein v. Kinderarzt oder Urologen (tagesstationärer Aufenthalt)
  • Lieblingsgetränk Ihres Kindes
  • Den ausgefüllten Elternfragebogen, das 48-Stunden-Trink- und Miktionsprotokoll sowie das 14-Tage-Protokoll

Der zweite Schritt:  Blasenschulung

Hierbei finden Schulungseinheiten für Eltern und Kinder separat in Kleingruppen zu folgenden Themen statt:

  • Körperwahrnehmung
  • Trinkverhalten
  • Blasenentleerung
  • Ernährung
  • Hygiene
  • Kindgerechte Vermittlung des Körpers und seiner Funktionen
  • Umgang mit Gefühlen des Kindes, der Eltern und der Geschwister

Die Familie erarbeitet hier Schritt für Schritt gemeinsam mit der  Urotherapeutin, wie man Kontrolle über die Blase erlangt.

Unser Team der Blasenschule freut sich auf Ihr Kommen !

Ansprechpartner für weitere Fragen:

Frau Silvia Renner  Tel. 09131 85-42290

Schwester Sonja Rotter Tel. 09131 85-41811

 

 

 
 
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Zusammenfassung