RLA beim Hodenkarzinom

Urologie

Direktor:
Prof. Dr. med. Bernd Wullich

Laparoskopische Retroperitoneale Lymphadenektomie (RLA) bei Hodenkarzinom

Im Falle der Präsenz eines Hodenkarzinoms vom Typ des "nicht seminomatösen Keimzelltumors im Stadium I" hat der meist junge Patient drei Möglichkeiten: 1. zuwartendes Verhalten. Dieses Vorgehen ist jedoch mit einer sehr engmaschigen Tumornachsorge verbunden und impliziert bis zu acht Ganzkörper Computer-tomographien in den ersten zwei Jahren. Zudem ist aufgrund der Rückfallwahrscheinlichkeit von bis zu 40 % der psychische Druck auf die Patienten enorm. 2. Zwei Zyklen einer cisplatinhaltigen Chemotherapie. Die Heilungschance liegt dadurch bei fast 100%. Die akuten Nebenwirkungen der Chemotherapie können dank potenter Medikamente heute sehr gut beherrscht werden. Mittel- und langfristig kann eine Chemotherapie vom Typ des "BEP" jedoch Herz, Niere, Lunge sowie Gehör und Geschmacksnerven nachhaltig schädigen. 3. Die dritte Therapie-Option stellt die so genannte modifizierte retroperitoneale Lymphadenektomie (RLA) dar. Es ist zurzeit die einzige Methode, die zweifelsfrei auch sehr kleine Lymphknotenmetastasen diagnostiziert. Der entscheidende Nachteil der offenen RLA als diagnostischer Eingriff ist jedoch der enorm große Schnitt, welcher vom Unterrand des Brustbeins bis zur Oberkante des Schambeins reicht. Zudem ist die nicht unerhebliche Komplikationsrate nach primärer RLA zu berücksichtigen. Diese beträgt je nach Literatur bis zu 20%, wobei Wundinfektionen, und der postoperative "Darmverschluß" im Vordergrund stehen. Der sehr große Schnitt und die nicht unerheblichen Probleme rund um diesen anspruchsvollen Eingriff stellen in unseren Augen den Hauptgrund dar, weswegen sich derzeit nur wenige Hodenkarzinompatienten im Stadium I operieren lassen.

Hier stellt der laparoskopische Zugang mit nur vier bis fünf kleinen Inzisionsnarben und einem durchschnittlichen stationären Aufenthalt von 4 Tagen eine echte Alternative dar. Zwar gibt es noch keine generelle Empfehlung zu laparoskopischen RLA beim Hodenkarzinom im Stadium I. Die Daten aus der Literatur bestätigen jedoch mit einer mittleren Nachbeobachtungszeit von mehr als 3 Jahren, daß die Qualität der laparoskopischen RLA der der offenen Operation ebenbürtig ist. Mit zunehmender Erfahrung werden die Operationszeiten immer kürzer und entsprechen letztendlich denen der offenen Operation. Die onkologische Sicherheit wird durch den laparoskopischen Zugang zum Dissektionsgebiet nicht nachteilig beeinflusst.

 
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